Wer den Namen Jazz in den Mund nimmt, denkt dabei fast automatisch an die strahlende und swingende Stadt New Orleans im Bundesstaat Louisiana. Kein Wunder hat sich doch im Grunde genommen die Musikrichtung Jazz in dieser Stadt selbst erfunden und besitzt sozusagen dort ihren Ursprung. Auch kommen die wohl bekanntesten und vor allen Dingen begabtesten Jazzmusiker nicht selten aus New Orleans. Man sieht schon, Jazz und New Orleans gehören zusammen wie ein Zwillingspärchen und so kann man die Geschichte des Jazz nicht erzählen, ohne auch über die Stadt New Orleans zu berichten. Die Geschichte, die dabei hinter der Entstehung des Jazz steht, ist voller Spannung und birgt einige sehr interessante Fakten, sowohl aus musikalischer Sicht als auch aus historischer Sicht.
New Orleans erfindet den Jazz
Die Geschichte des Jazz ist sehr facettenreich und so fällt es manch einem schwer, die genauen Wurzeln des Jazz zu beschreiben. In einem Punkt sind sich die meisten Experten jedoch inzwischen nahezu einig, die Ursprünge dieser einzigartigen Musikrichtung finden sich in den Anfängen des 20. Jahrhunderts. Zahlreiche Bands mit vorwiegend afroamerikanischen Musikern beginnen, eine fröhliche und aufregende Musik mit ihren Instrumenten zu spielen. Die Hauptrolle spielten dabei oftmals Blasinstrumente, aber auch die Gitarre, der Bass und die Trommel waren in den meisten Fällen vertreten. Kurz darauf begannen dann einige sehr interessante Bands in New Orleans eine ganz eigene Stilrichtung des Jazz zu spielen und so entstand der noch heute bekannte New Orleans Jazz.
Ausbreitung des Jazz
Dieser breitete sich dann ab dem Jahr 1910 immer weiter in die anderen Regionen aus und so überkam bald die gesamten Vereinigten Staaten ein wahres Jazzfieber. Übrigens kommen auch einige der bekanntesten und namhaftesten Jazzmusiker aus der einzigartigen Stadt New Orleans, sodass damals wie heute viele Experten und Fans des Jazz der Meinung sind, dass New Orleans als Geburtsstadt des Jazz anzusehen ist. So kam zu Beispiel die musikalische Größe Louis Armstrong direkt aus New Orleans über die Welt, dessen Musik noch heute die Massen begeistert. Aber auch zahlreiche Marching Bands, die Vorreiter des Jazz gelten, haben ihren Ursprung in New Orleans. Wie so oft wurde es in den Folgejahren dann relativ still um die heiße Stilrichtung, doch es wundert niemanden, dass diese Stille nicht lange anhielt. Bereits um das Jahr 1950 erlebte der New Orleans Jazz eine Art Renaissance, welche in Form einer richtigen Welle über das Land und die Welt schwappte. Plötzlich war die Musik so gefragt wie nie und prägte die Erinnerungen einer ganzen Generation.
Die Wiege des Jazz entdecken
Noch heute gilt New Orleans als Hochburg der Musik und so genießt die Stadt eine Vielzahl von Beinamen in diesem Bereich. Die wohl treffendste Bezeichnung ist dabei „Wiege des Jazz“, welche es im Grunde genommen für Fans und solche, die es werden wollen auf den Punkt bringt. Schließlich lebt der Jazz noch heute in den Straßen, Kneipen und Bars von New Orleans, sodass man als Besucher einfach mitgerissen wird. Außerdem finden regelmäßige Veranstaltungen statt, welche die musikalische Fröhlichkeit der Stadt angemessen wiedergeben.
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